Jüdische Gedankenwelt

Über den Tellerrand geschaut

Wenn Kinder heimkehren wie die Tora

Wenn Kinder heimkehren wie die Tora

Es gibt Momente, in denen Worte aus der Tora plötzlich lebendig werden. Nicht im Lehrhaus, nicht im Kommentar — sondern mitten im Alltag, mitten im eigenen Zuhause. So geht es mir mit Eschet Chajil, den Versen aus Mischle 31, die am Freitagabend gesungen werden. Lange hörte ich sie als schönes Lob auf die jüdische Frau. Doch je älter meine Kinder werden und je öfter sie fortgehen und wieder heimkehren, desto mehr höre ich darin auch etwas anderes: eine Geschichte von Sehnsucht, Wärme und Rückkehr. Kurz vor Schawuot wurde mir klar, wie sehr sich die Tora und unsere Kinder ähneln. Beides

Esther – oder wie eine Frau die Welt verändert

Ich stelle mir vor, ich stehe in einem Palast, umgeben von Gold, Silber, Edelsteinen und Macht, doch mein Herz schlägt für etwas Anderes. Warum bin ich eigentlich hier? Wollte ich das? Nein! Ich befinde mich an diesem Ort, weil das Schicksal es so wollte – und plötzlich trage ich eine Krone, die schwerer ist als alle Juwelen. Genau so beginnt Esthers Geschichte. Nicht als Prinzessin aus dem Märchen, sondern als Frau, die in einer Welt voller Lügen und Intrigen klug handeln muss, um zu überleben.

Purim und das Geheimnis der Kleidung

Und schon wieder ist Rosch Chodesch Adar da. Kaum hat man die Chanukkaleuchter verstaut, klopft Purim bereits leise – und manchmal auch ziemlich laut – an die Tür. Wie schnell doch ein jüdisches Jahr vergeht. Kaum haben wir einen Feiertag gefeiert, stehen wir schon mitten in den Vorbereitungen für den nächsten. Ist es nicht genau dieser Kreis des Lebens, der uns Struktur gibt und uns beflügelt?