Jüdische Gedankenwelt

Über den Tellerrand geschaut

Nicht alleine Unterwegs – die verborgene Gemeinschaft im jüdischen Reisegebet

Ich sitze im Auto, im Zug oder gar im Flugzeug, ich bin unterwegs. Ich bin auf dem Weg: Dieser Moment hat in der jüdischen Tradition eine ganz konkrete Form. Nicht nur ein Gefühl, nicht nur ein Innehalten, sondern eine klare Handlung: die Tefilat HaDerech zu sprechen. Nicht jeder Weg ist gleich. Die Halacha lässt uns hier nicht im Ungefähren. Sie sagt deutlich: Wer eine Reise beginnt, spricht dieses Gebet. Doch was heisst „Reise“ überhaupt? Gemeint ist nicht jeder kleine Weg zum Einkaufen. Klassisch wird eine Strecke ausserhalb der Stadt verstanden, etwa ab dem Verlassen der letzten Häuser oder bei einer
Der Mensch als Baum – Wachstum oder Verfall

Der Mensch als Baum – Wachstum oder Verfall

Wenn ich an den Monat Schwat denke, taucht vor meinem inneren Auge fast automatisch ein Baum auf. Still, verwurzelt, und doch voller Bewegung. Der wohl bekannteste Tag dieses Monats, des elften Monats ist Tu-BiSchwat, der fünfzehnte Schwat – das «Neujahr der Bäume». Aber was feiern wir da eigentlich wirklich? Nur die Bäume? Oder vielleicht auch uns selbst?

Wer hat koscher erfunden?

Wie kam es zu den jüdischen Speisegesetzen? Was sind die wirklichen Gründe für diese Gesetze und wo spielen diese eine Rolle?